Eigenentwicklungen · Stand August 2026

Werkzeuge, die messen, entscheiden und nichts nach außen tragen. Sechs Anwendungen aus der eigenen Werkstatt — für Photovoltaik, Netzbetrieb, Gebäudetechnik, Wärmepumpe, Werkstattlager und Finanzen. Jede läuft vollständig lokal: keine Cloud, kein Benutzerkonto, keine Telemetrie. Jede erklärt, warum sie tut, was sie tut.

6 Anwendungen im Eigenbetrieb Windows, Container, Browser Daten bleiben im Haus

Finanzen · Desktop

NeXaVault

Your Crypto. Your Data. Your Insight.

NeXaVault holt Ihre Börsenhistorie und Ihren Broker-Export in eine verschlüsselte Datenbank auf dem eigenen Rechner — mit reinem Lesezugriff, ohne Orderrechte. Aus den Rohdaten baut die App jede Position lückenlos nach: Anschaffungskosten je Tranche, Haltefristen, Erträge, Gebühren.

Daraus entsteht, worauf es am Jahresende ankommt: eine belastbare Steuersicht für Österreich und Deutschland — mit Verkaufs-Simulator, Verlustausgleich und Einzelnachweis bis auf die Tranche.

Herzstück

Transfers, die ihre Anschaffungskosten mitnehmen

Wandert ein Bestand von der Börse zum Broker, reißt üblicherweise die Anschaffungshistorie ab — und die Steuerrechnung wird zur Schätzung. NeXaVault erkennt solche Paare selbst: aus Menge, Zeitfenster und Gebühren entsteht ein Übereinstimmungswert, und nach Ihrer Bestätigung erbt der Zugang die echten Anschaffungskosten samt Anschaffungsdatum — statt eines Ersatzkurses vom Tag der Einbuchung.

  • Nur lesen, nie handeln. Zugänge werden ausschließlich lesend genutzt; die App erzeugt keine Order.
  • Verschlüsselte Ablage. Datenbank per SQLCipher, Schlüssel in der Windows-Anmeldeinformationsverwaltung.
  • Tranchen-Engine mit FIFO oder gleitendem Durchschnitt, Länderprofil AT oder DE.
  • Steuer-Cockpit: KESt-Schätzung inklusive Erträgen, Einkunftsarten für die Beilage E1kv, PDF- und CSV-Report.
  • Analyse: zeit- und geldgewichtete Rendite, Volatilität, Drawdown, Sharpe und Sortino, Vergleich gegen eine Benchmark.
  • Transfers zwischen Börse und Broker werden erkannt und erben die echten Anschaffungskosten statt eines Ersatzkurses.
  • Vier Darstellungen — Klassisch, Fokus, Terminal, Editorial — jeweils hell und dunkel, Schriften lokal eingebettet.
Plattform
Windows-Desktop, eigenständige Anwendung
Technik
FastAPI · React · SQLCipher
Daten
ausschließlich lokal, verschlüsselt, mit Sicherung und Wiederherstellung
Stand
Version 1.0.0 · im täglichen Einsatz

NeXaVault rechnet und belegt, es berät nicht: Die steuerliche Würdigung bleibt bei Ihnen und Ihrer Steuerberatung.

Demodaten
Dashboard — Gesamtwert, Verlauf und jede Position mit unrealisiertem Ergebnis.
Analyse — Rendite, Risiko, Benchmark.
Steuer-Cockpit — Simulation und Nachweis.
Portfolio — Bestand, Kosten, Verwahrort.

Photovoltaik · Regelung

Nullpunkt

Nulleinspeisung, die nicht nervös wird.

Nullpunkt führt die Leistung Ihrer Wechselrichter dem Verbrauch im Haus nach, damit möglichst wenig Strom ungenutzt ins Netz geht. Der Unterschied liegt im Verhalten: gefilterte Messwerte, ein Totband und sanfte Rampen statt hektischer Sprünge — der Regler bleibt ruhig, auch wenn Wolken über die Anlage ziehen.

Und er darf erst eingreifen, wenn Sie überzeugt sind: Im Beobachtungsmodus rechnet er tagelang mit, ohne ein einziges Limit zu schreiben. Vorschlag und tatsächlich gesetzter Wert stehen nebeneinander.

Herzstück

Der Tagesbericht, der eigene Vorschläge macht

Nach jedem Tag wertet Nullpunkt den eigenen Verlauf aus: Wie viel Energie floss über und unter dem Band, wie unruhig lief der Regler, wie oft wechselte er die Richtung. Daraus werden Befunde und begründete Parametervorschläge — etwa eine stärkere Glättung gegen zappelnde Zählerwerte. Übernommen wird nichts von selbst: Jeder Vorschlag steht mit alt, neu und Begründung da und wartet auf Ihren Knopfdruck.

  • Beobachtungsmodus als Sicherheitsnetz — mitrechnen und anzeigen, ohne einzugreifen. Das ist die Vorgabe, nicht die Ausnahme.
  • Ruhiger Regler: PI mit Anti-Windup, Median- und Glättungsfilter, getrennte Rampen für Anheben und Absenken.
  • Schnellwege für den Ernstfall: Notabsenkung über den ungefilterten Rohwert, Nachtschutz, ehrliche Rückmeldung je Gerät.
  • Tagesbericht mit Energie- und Ruhekennzahlen, Befunden und begründeten Parametervorschlägen — übernommen wird nur auf Knopfdruck.
  • Oberfläche mit Übersicht, Tagesverlauf, erklärten Parametern und Analyse; jeder Wert mit Begründung am Zeiger.
  • Anbindung an die Hausautomation über MQTT, dazu Health-Endpunkt und Metriken für die Überwachung.
Anlage
Hoymiles-Wechselrichter über OpenDTU, Zähler über MQTT
Technik
Python 3.12 · aiohttp · MQTT · Docker
Betrieb
Container auf NAS oder Server, Verlauf als Tagesdateien
Stand
Version 1.3.1 · 100 automatisierte Tests · Lizenz MIT
Demodaten
Übersicht — Netzanschluss, Erzeugung, Vorschlag und gesetztes Limit auf einen Blick.
Tagesverlauf mit Zeitfenster.
Tagesbericht mit Vorschlägen.
Parameter — erklärt statt kryptisch.

Netzbetrieb · Werkzeug

MQTT Explorer

Der Broker-Werkzeugkasten, der auch aufräumt.

Jeder gewachsene MQTT-Broker trägt Altlasten: Retained Messages von Geräten, die es längst nicht mehr gibt. Der MQTT Explorer zeigt nicht nur den Topic-Baum in Echtzeit — er findet diese Karteileichen und löscht sie beim Broker. Die Zeitstempel werden je Verbindung dauerhaft gespeichert, die Analyse überlebt also jeden Neustart und reicht bis 90 Tage zurück.

Dazu alles, was man beim Arbeiten am Bus braucht: Payloads lesbar machen, Werte als Kurve sehen, Geräte simulieren, Datenströme aufzeichnen und wieder abspielen.

Herzstück

Die Aufräum-Analyse — das kann sonst keiner

Andere Werkzeuge zeigen, was gerade gesendet wird. Dieses merkt sich, wann ein Topic zuletzt gelebt hat — dauerhaft, je Verbindung, über App-Neustarts hinweg. Nach Wochen im Betrieb beantwortet es damit die Frage, die im Alltag zählt: Welche Retained Messages stammen von Geräten, die es gar nicht mehr gibt? Auswählen, löschen, fertig — einzeln oder für einen ganzen Teilbaum.

  • Aufräum-Analyse von fünf Minuten bis 90 Tagen, Mehrfachauswahl, Löschen einzeln oder für ganze Teilbäume.
  • Mehrere Broker gleichzeitig — je Verbindung ein Reiter mit eigenem Baum und eigener Statistik.
  • Payloads verstehen: JSON mit Hervorhebung, Hex, Base64, Bilder, Protobuf und Sparkplug B; Unterschiede zwischen Nachrichten farblich markiert.
  • Live-Kurven aus Zahlenwerten und einzelnen JSON-Feldern, mit CSV-Export.
  • MQTT 5 samt User Properties, dazu Skript-Automatisierung, Aufzeichnung, Replay mit Originaltiming und Lasttest.
  • Testbroker eingebaut: Demo-Simulator starten und ohne eigene Infrastruktur ausprobieren.
  • Keine Telemetrie — Profile, Statistiken und Aufzeichnungen bleiben auf dem Rechner.
Plattform
Windows 10/11 als Fenster-App oder lokaler Webserver
Technik
C# · .NET 10 · MQTTnet · Oberfläche ohne Framework
Protokolle
MQTT 3.1, 3.1.1 und 5.0 · TLS · WebSocket
Stand
Version 0.2.1 · Lizenz MIT
Demodaten
Topic-Baum, Payload, Kurve und Historie in einer Ansicht.
Aufräumen — veraltete Topics mit Alter und Größe.
Statistik — die aktivsten Topics je Verbindung.

Gebäudetechnik · Simulator

RolSim

Erst erleben, dann einbauen.

Beschattung klingt einfach, bis die erste Regel im Wohnzimmer falsch zieht. RolSim ist der Trockenlauf dazu: eine ausführbare Fassung des Steuerungskonzepts, die einen kompletten Sommertag in 72 Sekunden durchrechnet — mit Sonnenstand, Fassadenausrichtung, Schwellwerten, Sturm und Regen.

Die Draufsicht beantwortet dabei die eigentliche Frage: warum greift eine Regel gerade jetzt? Offene Entscheidungen lassen sich gefahrlos ausprobieren — die Konfigurationsdatei bleibt unberührt, bis Sie ausdrücklich übernehmen.

Herzstück

Der geschlossene Kreis mit Home Assistant

RolSim bleibt nicht beim Ausprobieren stehen — es reicht das Ergebnis nachweisbar an die Hausautomation weiter. Wert durchmessen, in die Konfiguration übernehmen, Helper nach Home Assistant exportieren, dort gegen Prüfvektoren testen.

Hinein: import-ha holt die eigene Historie — Helligkeit, Temperaturen, Wind, Regen und die tatsächlich gefahrenen Positionen — und legt sie auf ein festes Zeitraster; import-wetter holt echte Tage von Open-Meteo ohne Zugangsschlüssel; import-config übernimmt Standort und Entitäten, schreibt aber nie selbst in die Konfiguration.
Hinaus: ha-export erzeugt die Helper-Definitionen und die goldenen Prüfvektoren; ha-abgleich vergleicht die Helper in Home Assistant mit der Referenz und setzt sie auf Wunsch gerade — noch offene Entscheidungen werden dabei niemals geschrieben.

  • Draufsicht mit Kompass, Grundriss, Azimutbereich je Rollo und dem Sonnenstrahl in Echtzeitrichtung.
  • Frontansicht je Fassade: der Panzer fährt herunter; weicht die reale Position vom Modell ab, wird das sichtbar.
  • Tageslauf im Zeitraffer mit frei beweglichem Zeitschieber — dazu ein Handbetrieb, in dem sich jeder Einzelfall stellen lässt, auch der Sensorausfall.
  • Echte Tage statt Modellwetter: importierte Wetter- und Hausdaten laufen als Szenario durch dieselbe Entscheidung wie die Simulation.
  • Wert durchfahren (sweep) und Wirkung messen: jeder Stellwert wird über seinen begründeten Bereich gefahren und nach Einflussstärke sortiert — messen statt schätzen.
  • Offene Entscheidungen mit begründetem Vorschlagswert; das Übernehmen schreibt gezielt an die betroffene Stelle, mit Sicherung und erhaltenen Kommentaren.
  • Prüfvektoren als Soll-Vorgabe: Eingangswerte und erwartete Zielposition als Datei — daran misst sich später die echte Automation.
  • Konfigurationswächter und Abnahmetests laufen auf Knopfdruck und melden jede offene Entscheidung im Klartext.
  • Demohaus auf Knopfdruck: fünf Rollos, drei Fassaden, sechs Beispieltage — sofort erlebbar, alle Werte begründet.
Plattform
Windows-Oberfläche und Kommandozeile
Technik
.NET 10 · ohne Fremdpakete · ohne Netzzugriff zur Laufzeit
Ergebnis
Berichte, Messreihen und Prüfvektoren als Datei
Stand
Drei Farbschemata · Lizenz Apache 2.0
Demohaus
Draufsicht — Sonnenstand, Fassaden und die Entscheidungskette je Rollo.
Frontansicht je Fassade.
Handbetrieb — jeden Fall stellen.
Wirkung — was zählt wirklich.

Werkstatt · Web-Anwendung

Storage

Fotografieren, benennen, wiederfinden.

Kleinteile verschwinden selten im Lager — sie verschwinden im Gedächtnis. Storage macht das Erfassen zur Sache von Sekunden: Kamera auf den Artikel, Bezeichnung und Lagerplatz eintippen, „Speichern + nächster". Der Lagerplatz bleibt stehen, solange Sie dieselbe Box abarbeiten.

Bekannte Bezeichnungen schlägt die App aus dem eigenen Bestand vor und warnt, wenn es den Artikel schon einmal gibt — samt Lagerplatz. Gesucht wird über Artikel und Ort, gefunden wird am Bild.

Herzstück

„Speichern + nächster“ — eine Box in einem Rutsch

Der ganze Ablauf ist auf das Abarbeiten einer Kiste ausgelegt: Der Lagerplatz bleibt stehen, die Bezeichnung wird aus dem eigenen Bestand vorgeschlagen, und liegt der Artikel schon woanders, sagt die App es sofort — samt Lagerplatz. Ein Griff, ein Foto, zwei Felder, weiter zum nächsten Teil.

  • Erfassen mit Handy oder Webcam — das Bild wird direkt im Browser auf handliche Größe gebracht.
  • Suche über Artikel und Lagerplatz, dazu eine Übersicht je Lagerplatz mit Anzahl und Menge.
  • Dubletten-Warnung mit Angabe, wo der Artikel schon liegt.
  • Kein Konto, keine Statistik, keine Cloud — ein Container, ein Datenordner, fertig.
  • Robuste Ablage: SQLite im WAL-Modus, Bilder atomar geschrieben; die Sicherung ist eine Ordnerkopie.
Plattform
Browser am Rechner und am Handy
Technik
Python-Standardbibliothek · SQLite · ohne Fremdpakete
Betrieb
Docker Compose, Daten im eigenen Volume
Stand
Im laufenden Betrieb im eigenen Netz
Demodaten
Erfassen — links aufnehmen, rechts wächst der Bestand mit.
Suche über Artikel und Lagerplatz.

Wärmepumpe · Kommandozeile

Modbus-Adressscanner

Adressen finden, ohne je zu schreiben.

Wer eine Wärmepumpe an die Hausautomation anbindet, sucht zuerst die richtigen Modbus-Adressen — und verstellt beim Herumprobieren schnell etwas an einer Anlage, die heizen soll. Dieser Scanner kann gar nichts verstellen: Er kennt ausschließlich die beiden Lesefunktionen FC01 und FC03. Einen Schreibpfad enthält das Programm nicht, auch kein Passwortfeld.

Abgefragt wird nur, was durch eine Quelle belegt ist. Ergebnis ist ein HTML-Bericht, der Rohwert, Umrechnung, Bedeutung und Herkunft nebeneinanderstellt — die Vorlage für die spätere Konfiguration in Home Assistant.

Herzstück

Jede Adresse mit ihrer Evidenzstufe

Adresslisten aus dem Netz mischen Gesichertes mit Geraten. Dieser Bericht trennt beides: Zu jeder Adresse steht, woher die Bedeutung stammt — eigene Feldmessung, Herstellerkatalog samt Quellversion und Formel, oder eine bestehende Konfiguration. Was nur vermutet ist, heißt im Bericht auch so. Und die Angabe „schreibbar" ist ausdrücklich eine Dokumentauswertung, kein Schreibversuch.

  • Ausschließlich lesend: FC01 für Coils, FC03 für Holding Register — mehr Funktionscodes kennt das Programm nicht.
  • Saubere Fehlertrennung: Antwortet das Gerät mit „unzulässige Datenadresse", wird nur dieser Block geteilt, bis gültige und ungültige Einzeladressen getrennt sind.
  • Abbruch statt Falschaussage: Zeitüberschreitungen und Verbindungsabbrüche beenden den Lauf — sie erscheinen nie als „Adresse nicht vorhanden".
  • Firmware-Grenze eingebaut: Katalogzeilen oberhalb des bekannten Stands werden nur auf ausdrücklichen Wunsch abgefragt.
  • Eigene Bereiche lassen sich gezielt anfordern, mit klarer Obergrenze je Lauf.
  • Fortschritt im Terminal, Selbsttest und vollständiger Scanplan ohne jeden Netzzugriff.
  • Bericht als eigenständige HTML-Datei mit Kennzahlen, Filter und Trennung zwischen bestätigten und plausiblen Interpretationen.
Gerät
Modbus/TCP — hier eine Wärmepumpe mit PZP-Steuerung
Technik
Python · ausschließlich Standardbibliothek
Betrieb
Kommandozeile, Ergebnis als HTML-Bericht
Stand
Version 0.2.0 · read-only, ohne Schreibfunktionscode

Modbus kennt keine nebenwirkungsfreie Frage „darf ich hier schreiben?". Deshalb bleibt die Schreibbarkeit eine Katalogaussage — das Werkzeug probiert es nicht aus.

Demogerät
Der Bericht — gefunden, schreibbar laut Katalog, nicht verfügbar, Fehler.
Rohwert 486 → 48,6 °C, mit Quelle daneben.
Selbsttest und Scanplan — ohne Netz.

Zu den Abbildungen

Alle Bildschirmfotos stammen aus dem eingebauten Demo- beziehungsweise Beobachtungsbetrieb der jeweiligen Anwendung und zeigen ausschließlich Beispieldaten. Geräte, Adressen, Zugänge und Bestände realer Anlagen sind darin nicht enthalten. Marktkurse in den NeXaVault-Ansichten stammen aus öffentlichen Kursquellen; Bestände, Käufe und Erträge sind erfunden.